Erstmal alle aufräumen!




10. Klasse: Statements über eine Welt voll Plastik.




Maria Joãn Neves, die Leiterin des Stukata-Projekts.




Henry Korzer über "Pavement".




Maxim Schumacher über das Projekt.




Der Schulleiter, Klaus Blaier, ergreift das Wort.




Dr. Carsten Witt und die portugiesische Schulleiterin, Maria do Carmo Mira Borges.




Vorstellung des Ecorasters.




Laye Mansa und Stukata sorgen für Stimmung.




Die Helfer im Hintergrund: Technik-AG des Obermenzinger Gymnasiums.




Musik am Schluss!


Alle Bilder in dieser Spalte: © Dr. Lüder (FOCUS)

Die Live-Präsentation


Vorbereitung

Insbesondere wegen der geplanten Aktivitäten in Angola hatten wir die Wunschtermine für die Live-Präsentation in die letzte mögliche Woche nach den Osterferien gelegt. Da diesem Wunsch seitens der Wettbewerbsleitung nicht entsprochen werden konnte, wurde der Termin am Freitag, 15. März 2013, vereinbart. Dadurch wurde die Vorbereitungszeit für Konzeption und Aktivierung der Öffentlichkeit sehr eng.
Nachdem sich das Team über Inhalt und Ablauf abgestimmt hatte, wurden die außerschulischen Projektpartner eingebunden.
PURUS PLASTICS erklärte sich bereit, einen Informationsstand einzurichten und 200 m² Ecoraster für eine Demonstrationsfläche auf dem Schulhof zu liefern, REMONDIS einen großen Presscontainer auf dem Schulhof bereitzustellen. Flüge und Unterbringung der portugiesischen Team-Mitglieder waren zu organisieren.

Mit der Pressemitteilung wurden 220 Vertreter von Fernsehen, Radio, Zeitungen, Zeitschriften und Fachpublikationen eingeladen.
Der Einladungsflyer mit einer Auflage von 2.500 Stück wurde von den Schülerinnen und Schülern in ihren Familien- und Freundeskreisen sowie in der Nachbarschaft der Schule verteilt.


Live!
(Ein Bericht von Percy Berktold)

Am 15. März 2013 fand die große Live-Präsentation des Plastic Pavement Projects statt.
Auf dem Schulhof stand schon seit dem Tag zuvor ein riesiger Container der Firma REMONDIS, in dem im Verlauf des Freitags immer mehr Plastikmülltüten landeten.




Vormittags hatte die portugiesische Gruppe PDF "Stukata" in der Halle ihre Rhythmen geprobt.



Die Arzberger Firma PURUS PLASTICS GmbH hatte einen Infostand aufgebaut. Jeder, der wollte, konnte die unglaubliche Stabilität der Eco-Raster testen.



Um 16 Uhr ging es dann los. Es begann mit einer Art Happening. Der im Container gesammelte Plastikmüll war in der Halle verstreut worden.
Ein Sinnbild für unsere mit Plastikmüll verschandelte Umwelt ... Alle Gäste, die in die Halle kamen, mussten mit anpacken und erst einmal den Plastikmüll in große Tüten aufräumen, während die Musiker ihnen dazu "aufspielten".



Nach diesem spektakulären Auftakt skandierten Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse Statements zur Plastiktüte (Quelle: "Alltagsobjekt Plastiktüte" von Ida-Marie Corell), bevor das Plastikproblem von Team-Mitgliedern dargestellt wurde. Unsere Welt ist vermüllt. Die Strände in Afrika, die Weltmeere sind voll mit Plastik.

Statements der 10. Klasse:

Sentence 1:
Die Plastiktüte ist ein Ding unseres Wirtschaftssystems, des Konsumkapitalismus. Die ganze Welt ist ein großes Kaufhaus, überall sind kleine Stationen, die einem Konsumenten etwas anbieten, ihre Angebote sollen glücklich machen, sind extra billig oder extra teuer, werden in Türen verpackt und davongetragen. Plastiktüten werden durch die ganze Welt getragen.

Sentence 2:
Es gibt unzählige verschieden Arten von Plastiktüten. Kleine, große, billige, teure. Aber alle dienen demselben Zweck, dem Transportieren von "Kleinteilen". Was alle gemeinsam haben, sie haben eine umschließende, tragende Funktion und alle haben Henkel. Design macht aus einem einfachen Alltagsding die unterschiedlichsten Objekte. Manche heben wir länger auf, weil sie etwas wertvoller sind, andere verwenden wir sofort als Mülltüte, weil sie leicht und billig wirken.

Sentence 3:
Plastiktüten sind für mich Alleskönner, ich könnte nicht ohne Plastiktüten leben. Sie sind so praktische Dinge, sie erleichtern meinen Alltag. Ich verpacke alles in Plastiktüten. Essen, Wäsche, Schuhe.

Sentence 4:
Natürlich weiß ich, dass eine Gucci-Tüte mehr wert ist als eine Aldi-Tüte. Ich fühle mich nicht wohl. Weder mit einer Aldi- noch mit einer Gucci-Tüte.

Sentence 5:
Als ich einmal in Griechenland unterwegs war, hatten wir Wasser in Kanistern dabei. Beim Waschen kam immer zu viel Wasser aus den großen Kanistern. Ich baute aus einer Plastiktüte eine Dusche, indem ich mit einem Nagel Löcher in die Plastiktüte stach und diese dann an einem Baum aufhängte. Ich füllte oben Wasser rein und hatte eine richtige Dusche.

Sentence 6:
Als ich mit meinem Vater eine Indienreise gemacht hatte, sahen wir wie ja oft eine Kuh auf der Straße. Nur der Unterschied war der, dass vor ihr eine weiße Plastiktüte lag. Ich dachte mir schon, die wird die ja nicht fressen, und genau in diesem Moment verschlang diese Kuh in einem Habs diese Tüte. Die wusste halt nicht, dass es sich hier um eine Plastiktüte handelt.

Sentence 7:
In der westlichen Welt repräsentiert die Plastiktüte vorwiegend Marke und Status. In den Entwicklungsländern repräsentiert sie ein Produkt, das aus der westlichen Welt stammt und Umweltprobleme verursacht.

Sentence 8:
Plastic bags were everywhere during Coastal Cleanup 2007 at Compton Creek. Even hanging from trees. Where did you come from? Us!

Sentence 9:
Weltweit schmücken Fetzen in den verschiedensten Farben unsere Landschaften. Beim näheren Hinschauen erkennen wir, dass diese "Fetzen" ursprünglich Plastiktüten waren oder noch sind. Dieses Bild begegnet uns überall und ist uns seit Jahren vertraut. In Afrika nennt man diese Fetzen schon "Nationalflower".

Die Schüler Valentin Peter, Maxim Schumacher, Henry Korzer und Alina Hundt (alle Kl. 9) stellten die einzelnen Teile des Projekts und der vorgeschlagenen Lösung für das "Plastik-Problem" vor, begleitet von Bildern und einer Powerpoint-Präsentation.
Sie leiteten auch die anschließende Diskussion.
Dr. Carsten Witt, der Leiter des Projekts, ergriff das Wort und schilderte die Zukunftsperspektiven, die dieses Projekt in Aussicht stellt: Aus Müll wird ein sinvolles Produkt, ein Bodenraster, durch dessen Einsatz zugleich auch die Wasser- und Luftdurchlässigkeit der Böden verbessert wird.



Die vier Schüler Valentin Peter, Maxim Schumacher, Henry Korzer und Alina Hundt.
Rechts: Dr. Carsten Witt.


Der als Ehrengast anwesende Prinz von Abomey (Benin), Claude Kalume Wa Kukadi Dah Vignon, ergriff bei der Diskussion das Mikrofon und erläuterte dem Publikum seine Vision von Frieden für Afrika.

   Prinz von Abomey (Benin).

Der Musiker und Umweltaktivist Laye Mansa spielte nun allein und auch in Begleitung von Stukata Lieder. Ein begeistertes Publikum sang mit, tanzte und bewegte sich zu den eingängigen Melodien und heißen Rhythmen.




Filme

Hier finden Sie ein paar ausgewählte Mitschnitte von unserer Live-Präsentation!
Anklicken und herunterladen oder nur abspielen (FLV) ...

Die gemeinschaftliche Aufräumaktion - unser Happening:




Valentin Peter schildert das Plastic Pavement Project:




Henry Korzer beschreibt die Idee, aus Plastiktütenmüll ein Bodenraster (pavement) herzustellen, das zugleich die Belüftung und Bewässerung verbessert - sogenannte Ecoraster:




Thomas Keller von der Firma PURUS PLASTICS GmbH schildert den Rohstoffkreislauf bei der Herstellung der Ecoraster:




Und schließlich unsere "Schnitzl"-Musik am Ende der Veranstaltung, kurz vor der Nachspeise "Mango" (am Flügel sitzt Tim Meindl):



Alle Fotos und Filme des Berichts: Percy Berktold.


Berichte

Zwischenbericht
Abschlußbericht



Weitere Downloads + Links

Komplette Powerpoint-Präsentation

Pressemitteilung des Schülerprojekts
Flyer des PPP (Plastic Pavement Project)
PDF Stukata-Projekt

Interview mit Ida-Marie Corell über die Plastiktüte, Deutschlandradio Kultur, 14.11.2011
Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V.: Plastikmüll im Magen
Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V.: Plastikmüll in den Weltmeeren
Artikel in Spiegel Online: Plastikmüll im Magen eines Pottwals


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