Leben basiert auf permanenten stofflichen Wandlungsprozessen.
Aus Eingangsstoffen werden Aufbaustoffe, Wärme, Kraft und Bewegung gewonnen.
Ausgangsstoffe bleiben als Ausscheidungen übrig und dienen anderen Lebensformen wiederum als Eingangsstoffe.
So ist ein ständiger Lebenskreislauf unter Einbeziehung von Wasser, Luft und Mineralien gegeben.
Abfall im heutigen Sinn als Müll und Unrat kommt in der Natur nicht vor. Erst mit Produktionsprozessen der Menschen entsteht belastender Abfall. In früheren Zeiten vergifteten Gerb-, Färb-, Bleichstoffe und Chemikalien zur Papierherstellung ganze Lebensräume. Heute haben im Wesentlichen industrielle Prozesse kleinräumliche handwerkliche Tätigkeiten abgelöst und erzeugen unvorstellbare Mengen an Abfallmaterialien in gasiger, flüssiger und fester Form, die den weltweiten Lebensraum belasten. Das vielen Tieren und dem Menschen angeborenen Verhalten, die eigenen Exkremente dem Erdboden durch Eingraben zur Weiterverwertung zu übergeben und damit ihren Lebensraum sauber und keimfrei zu halten, wirkt nicht bei Verpackungen, ausgedienten Kleidern Kühlschränken und Autos. Nahezu alle Menschen sind bei der Verteilung des industriellen Abfalls aktiv. In Ländern mit einer funktionierenden Müllsammel- und -Verwertungsstruktur werden Trinkbecher, Zigarettenschachteln, Flaschen, Kaugummis und Kippen achtlos oder lustvoll in Straßen und Landschaft geworfen. Viele Länder verfügen über ein unzulängliches oder überhaupt kein Müllbeseitigungssystem. Hier wird die Landschaft zusätzlich zu den unschönen, gerade genannten Ablagerungen mit ausrangierten Verbrauchs- und Industrieprodukten von Batterien über Medikamente, Schmieröle bis zu Elektronikschrott und Altreifende befrachtet. Vom unschönen Anblick und Bodenkontaminierung abgesehen, bleiben die unmittelbaren Auswirkungen meistens lokal begrenzt.
Eine andere Dimension erreicht das Wegwerfen von Plastikmüll, sei es als Granulat, Kapsel, Becher, Flasche, Tüte, Folie, Bauteile in Mikro und Makro sowie in unterschiedlichsten Erscheinungsformen, Verbünden und chemischen Zusammensetzungen. Im Pazifik kreist eine mehrere tausend Kilometer durchmessende Plastikscheibe und dient Fischen als vermeintliches Futter. Strände und Häfen in Afrika sind mit meterdicken Plastikmüllhalden bedeckt. Auf kargen Böden, ob afrikanisch, asiatisch und südamerikanisch, fressen Rinder und Ziegen Plastikbahnen, die von Bäumen hängen, auf und in der Erde liegen. Bei der Landbestellung pflügen die Bauern oftmals Plastikfetzen in den Boden. So ist die Aussaat von der Bodenfeuchte abgeschnitten oder ertrinkt im Regenwasser, das nicht abfließen kann.
Plastik zerstört die Lebensgrundlage vieler Menschen, Rinder, Ziegen, Fische, die unmittelbar auf Ackerfrüchte, Meeresfrüchte angewiesen sind.
Plastik tötet!

(Präambel der Satzung von "Art for Green e.V.")



Alltagsobjekt Plastiktüte*


Kauf >> Verwendung >> Müll

Dieser Weg der Plastiktüte prägt den Alltag in Deutschland, in Afrika, überall, beeinträchtigt den Lebenswert von Städten und richtet erhebliche Schäden an.

Die Vermüllung durch Plastiktüten ist ein enormes Problem, das gelöst werden muss.
Wir haben eine Idee dazu:
Mit unserem Plastic Pavement Project demonstrieren wir eine Möglichkeit, den Plastikmüll in andere Bahnen zu bringen.
Aus einer Einbahn- und Einwegvermüllung wird ein Kreislauf:

Sammeln >> Recyceln >> Verwenden

Der Plastikmüll wird gesammelt weniger Müll in unserer Umwelt.
Aus Plastikmüll wird ein neues Produkt.
Das neue Produkt hilft gegen die Versiegelung der Städte.
Und das Klima wird positiv beeinflusst.


* "Alltagsobjekt Plastiktüte" von Ida-Marie Corell, Springer-Verlag, Wien New York, 2011

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