Project


Planung und Projektverlauf

Projektidee:
Ein COMENIUS-Projekt, an dem das Obermenzinger Gymnasium von 2010 bis 2012 teilgenommen hat, führte zu einer intensiven Beschäftigung mit Angola.
Unter dem Begriff "Angola-Cluster" werden Projekte und Unterrichtsschwerpunkte zusammengefasst, die sich mit dem in Deutschland nahezu unbekannten südwest-afrikanischen Land befassen.
Als im Dezember 2012 der Entschluss reifte, an dem 17. FOCUS-Schülerwettbewerb teilnehmen zu wollen, bot es sich bei dem Thema "Zukunft der Städte" an, unsere Erfahrungen mit Angola einfließen zu lassen. Angola gehört dank seiner Rohstoffe wirtschaftlich zu den boomenden Ländern Afrikas, was zu einem chaotischen Wachstum der Acht-Millionen-Metropole Luanda geführt hat, das unvermindert weiter geht.
Eine Bemerkung von zwei Schülern über die Abfallanhäufung an der Bahnsteigböschung des S-Bahnhofs München-Laim sowie die bestehende Verbindung zu dem senegalesischen Musiker und Umweltaktivisten Laye Mansa legte nahe, "Plastik in Städten" zu thematisieren.


Müllhaufen in München-Laim: © Henry Korzer.

Durch gezielte Recherche nach einem Unternehmen, das Plastik in sinnvolle Produkte recycelt, wurde PURUS PLASTICS GmbH gefunden. Die Geschäftsführung war von unserer Projektidee begeistert, so dass wir den idealen gewerblichen Projektpartner gewinnen konnten.
Unseren Plan, durch eine Schule in Luanda einen 20´Container mit Plastikfolien füllen und diese zu "Ecoraster" recyceln zu lassen, unterstützte unser Partner mit dem Angebot, die Transportkosten zu übernehmen.
So wurde "Plastic Pavement Project" definiert und im Zwischenbericht im Januar 2013 beschrieben.

In München liegt zwar bei weitem weniger Müll als in Luanda herum, aber so viel, dass eine Sensibilisierung zum Müllbewusstsein ebenso erforderlich ist. So hat das Team in Abstimmung mit der Schulleitung beschlossen, synchron mit der Schule in Luanda, auch in München Plastikfolien zu sammeln, diese vom Projektpartner recyceln und anschließend das "Ecoraster" auf einem geeigneten Platz einbauen zu lassen. Gleichzeitig wurde dadurch der mögliche Einwand entkräftet, unser Team träte als fernsteuernde Marionettenspielerriege auf.

In Angola ist neben vielen afrikanischen Sprachen Portugiesisch offizielle und mehrheitlich gesprochene Sprache. Englisch wird nur von Wenigen verstanden. So ist eine direkte Kommunikation zwischen angolanischen und deutschen Schülern kaum möglich. Es traf sich hervorragend, dass beim geplanten COMENIUS-Projekt 2013 bis 2015 eine portugiesische Schule in Monte de Caparica zur Projektgruppe gehört und diese Schule begeistert das Angebot annahm, beim Plastic Pavement Project (PPP) als dolmetschender Partner mitmachen zu dürfen. Da das Projekt die funktionale Zielsetzung mit Kunst, Tanz und Musik verbindet, wird das an der portugiesischen Partnerschule erfolgreich implementierte musikpädagogische Stukata-Projekt integraler Bestandteil von PPP. Die auch von der portugiesischen Schule gewünschte Teilnahme an der Plastikmüllsammlung scheitert vorerst an der Kostenübernahmefrage.
Bei den logistischen Vorbereitungen der Transporte, haben wir am 12. März 2013 erfahren müssen, dass ein Import von Plastikabfall aus Angola äußerst schwierig sei. Da Angola als Nicht-OECD-Staat nicht dem Basler Übereinkommen beigetreten ist, müsste daher Deutschland auf Bundesebene mit Angola eine bilaterale Vereinbarung über Müllimport abschließen und diese vorher von der EU notifizieren lassen.
Auskunft: Außenwirtschaft Subsahara-Afrika, Entwicklungszusammenarbeit, Sgb. V/4b, Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, Prinzregentenstr. 28, 80538 München.

Somit wird im Rahmen dieses Projektes auf die Verbindung mit Luanda verzichtet und das Sammeln von Plastiktüten sowie der Einbau von "Ecoraster" nur in München durchgeführt.



Einbau von Ecoraster im Schulgelände des Obermenzinger Gymnasiums, März 2013.
Schon im April sprießt das frische Gras ...

© Percy Berktold.

Team

Teammitglieder München
Zum Urteam gehören vier SchülerInnen aus den neunten Klassen.
Aktuell haben sich je eine Schülerin aus der siebten und zwei Schüler aus den zehnten Klassen dazugesellt und wertvolle Arbeit geleistet.
Das Team trifft sich zweimal wöchentlich zu einer Lage- und Aufgabenbesprechung. Die weitere Kommunikation erfolgt über E-Mail Verkehr.
Projektleiter ist Dr. Carsten Witt.

Teammitglieder Monte de Caparica
Momentan gehören der portugiesischen Fraktion drei Schülerinnen und ein Schüler an. Diese Teammitglieder treffen sich ebenfalls zweimal in der Woche innerhalb des Stukata Projekts.
Leiterin ist die Musikpädagogin Maria Joãn Neves.

Der Austausch zwischen den beiden Länderfraktionen beginnt mit der Live-Präsentation, an der die vier Portugiesen mit ihrer Lehrerin teilnehmen.


Außerschulische Partner

PURUS PLASTICS GmbH
Remondis Dienstleistungs- und Service GmbH

O Pensador Der Denker e.V.
Art for Green e.V.


Downloads + Links

Pressemitteilung des Schülerprojekts
Flyer des PPP (Plastic Pavement Project)
PDF Stukata-Projekt
Zwischenbericht
Abschlußbericht

Interview mit Ida-Marie Corell über die Plastiktüte, Deutschlandradio Kultur, 14.11.2011
Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V.: Plastikmüll im Magen
Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V.: Plastikmüll in den Weltmeeren
Artikel in Spiegel Online: Plastikmüll im Magen eines Pottwals


Kontakt   |   Impressum