Versiegelung und Wärmeinseln

Bodenversiegelung in Stadtgebieten

Überschwemmung

Die naturbelassenen Flächen, auf denen Wasser versickern und verdunsten kann, werden durch die fortschreitende Urbanisierung immer kleiner. Nach Starkregen läuft das Oberflächenwasser in Städten sehr schnell in die Kanalisation ab, die in kürzester Zeit überlastet ist.

Das nicht versickerte Oberflächenwasser fließt in die Wasserläufe, die über die Ufer treten und somit zu Überschwemmungen führen.
Täglich sehen wir Bilder von Überschwemmungen und den daraus resultierenden Schäden. Der Auslöser für den plötzlichen Wasseranstieg sind starke Niederschläge, die Folge verheerender Hochwasser. Die Hochwasservorsorge steht damit auch in enger Verbindung zur Regenwasserbewirtschaftung.


Aus: Technisches Planungshandbuch - ECORASTER" von PURUS PLASTICS GmbH.
Mit freundlicher Genehmigung.



Erhaltung von naturnahen Flächen zur Verhinderung von "Wärmeinseln"

Die "Wärmeinsel" ist ein städtisches Mikroklima in Innenstädten, das einen Temperaturunterschied zum Umland aufweist. Der Befestigungsgrad von Böden in Städten und die Bebauungsdichte sind grundlegende Faktoren für die Entstehung von Wärmeinseln. Es gibt immer weniger naturbelassene Flächen, die die Verdunstung von Wasser und die Wasserversorgung der Vegetation ermöglichen, zwei Faktoren, die zur Abkühlung der Luft im Laufe des Tages beitragen.


Aus: Technisches Planungshandbuch - ECORASTER" von PURUS PLASTICS GmbH.
Mit freundlicher Genehmigung.



Durch die Bodenversiegelung werden Verdunstung und Wasserspeicherung jedoch erheblich verringert und das Klima in den Städten somit verschlechtert – ein großes Problem für unseren Lebensraum.


Flächenversiegelung

Die Urbanisierung und der Ausbau von Infrastrukturen führt zu einem Verlust von natürlichen und landwirtschaftlichen Ressourcen sowie zu einer in der Regel unumkehrbaren Bodenversiegelung. Dieses Phänomen stellt eine große Herausforderung für die nachhaltige Raumplanung dar.
Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung und das Umweltbundesamt schätzen, dass ca. 50% der Siedlungs- und Verkehrsflächen der Bundesrepublik Deutschland versiegelt sind. Zudem führen menschliche Eingriffe in die Natur zu einer Bedrohung der biologischen Vielfalt und ihres Gleichgewichts.


Aus: Technisches Planungshandbuch - ECORASTER" von PURUS PLASTICS GmbH.
Mit freundlicher Genehmigung.




Nachhaltige Regenwasserbewirtschaftung

Die Ausdehnung von Städten, die Ansiedlung von Industrien und der Ausbau des Straßennetzes führen zu erhöhten Regenwasserabflüssen, da das Wasser nicht versickern kann. Regenwasser lässt sich daher nur schwer kontrollieren. Die Regenwasserbewirtschaftung ist daher heutzutage ein elementarer Baustein für eine grüne Umwelt.

1. Wasser als Rohstoff wertschätzen

Früher wurde das Regenwasser in erster Linie so schnell und so weit weg wie möglich abgeleitet. Heute gilt das Wasser als wertvoller Rohstoff und die Regenwasserbewirtschaftung spielt für die Raumplanung in unseren Städten eine entscheidende Rolle.

2. Reduzierung der Abflüsse in die Kanalisation


Aus: Technisches Planungshandbuch - ECORASTER" von PURUS PLASTICS GmbH.
Mit freundlicher Genehmigung.



Das Prinzip „alles in die Kanalisation“ stößt an seine Grenzen. Im Rahmen der städtebaulichen Entwicklung gilt es das Regenwasserabflussvolumen vor dem Anschluss an das öffentliche Kanalnetz so weit wie möglich zu reduzieren, damit Regenwasserabflüsse verlangsamt werden oder Regenwasser versickern kann.

3. Vermeidung von Bodenversiegelung

Eine Versiegelung von Flächen, die anschließend oft durch kostspielige Rückhalteanlagen ausgeglichen werden muss, sollte vermieden und Regenwasserabflüsse so nah wie möglich an ihrer Quelle zurückgehalten werden.

4. Reduzierung des Abflussbeiwerts einer Fläche

Laut den gesetzlichen Anforderungen der Wassergesetze und städtebaulichen Verordnungen, muss der Wasserabfluss pro Grundstück betrachtet werden. Ein wichtiger Punkt bei der Raumplanung ist die Berücksichtigung des Einzugsgebiets des entsprechenden Grundstücks.

Die für die Einzugsgebiete und die Flüsse zuständigen Behörden legen die zulässigen Abflussmengen für die gesamten bebaubaren Flächen fest. Bei jedem Projekt muss der maximale Regenwasserabfluss in das öffentliche Kanalnetz definiert werden.


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